22.09.1918: Britische Bomber attackieren Köln | British Bombers attack Cologne | Des bombardiers britanniques attaquent Cologne

 
Transkription:
 

Stotzheim den 22 Sept. 1918.

Lieber Sohn und Bruder Peter.

Weil es Sonntag ist, muß ich Dir wieder ein Brief
gen schreiben. Also warst Du wieder oben Paris Du bist
doch ein Morz Kerl, die armen Pariser. Ja die Kölner sind
auch arg in der Angst wegen den Fliegern, sind auch
vielleicht feine Herrn dabei, aber sie sind umsonst
da. Und jetzt in den hellen Nächten sind die Kölner
wieder in einer Aufregung. Drum bist Du doch noch
immer unser lieber Sohn und Bruder, Du bist doch
keine Schuld am Krieg, muß nur Deine Pflicht
tun.

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19.09.1918: Französische Bomber treffen Peters Feldpoststation | French Bombers Hit Peter’s Mail-Carrier | Des bombes françaises sur la station de poste militaire de Peter

 
Transkription:
 

[S. 1]
19. IX. 18.

Meine Lieben!

Seit einigen Tagen hatten wir
hier keine Post bekommen;
denn der Franzmann hatte uns
hier in unsere Feldpost eine
Bombe gesetzt und der ganze
Laden war ein bischen durch-
einander geribbelt worden.
Dadurch bekam ich nun heute
Mittag ein ganzen Haufen auf
einmal. – Es waren zwei Briefe
von Mutter vom 15. und 17.

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25.08.1918: Peters Bruder hat sich erholt | Peter’s Brother had Recovered | Le frère de Peter a repris des forces

 
Transkription:
 

Stotzheim den 25 Aug. 1918.

Lieber Sohn und Bruder Peter.

Am Freitag Dein lieben Brief vom 17 dankent
erhalten, der in dem Paketchen war, mit der Strüm-
fe und Schokolade, für letzteres vielen Dank, ist ja
noch sehr gute. Ich habe mir aber auch mein Tafel
gleich gut weg gethan. Heute ist ja wieder ein
stiller Sonntag hier, alles ausgeflogen.

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15.08.1918: Les décorations militaires de Jean | Jean’s Military Decorations | Jeans militärische Auszeichnungen

+ Les décorations de Jean dans l’ordre: Veste militaire de Chaput avec Médaille militaire et Croix de guerre; étoile d’officier de la Légion d’honneur; Croix de guerre belge; Military Cross britannique. De la collection du Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Jean’s decorations in order: Chaput’s military vest with Military Medal and War Cross; Légion d’honneur Officer Star; Belgian War Cross; British Military Cross. From the Collection of the Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Jean’s Auszeichnungen von links nach rechts: Uniformjacke mit Militärmedaille und Kriegskreuz; Ritterkreuz der Ehrenlegion; belgisches Kriegskreuz; britisches Militärkreuz. Aus der Sammlung des Musée de l’Air et de l’Espace.

 

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28.07.1918: Les “poulains” de Jean | Jean’s “Colts” | Jeans “Schützlinge”

+ Photos des pilotes françaises Charles Nuville (1889-1965, à gauche) und Jean Dubois de Gennes (1895-1929, à droite). De la collection du Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Photos of the french pilots Charles Nuville (1889-1965, left) und Jean Dubois de Gennes (1895-1929, right). From the Collection of the Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Fotos der französischen Piloten Charles Nuville (1889-1965, links) und Jean Dubois de Gennes (1895-1929, rechts). Aus der Sammlung des Musée de l’Air et de l’Espace.

 

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20.07.1918: Bernard and the Lewis Machine Gun | Bernard und das Lewis-Maschinengewehr | Bernard et les fusils mitrailleurs Lewis

Transcription:
[P. 1]
– Lewis Automatic Machine Guns –

Action Gas operated automatic
Weight
Unloaded 25 ¼ lbs
Stripped Aero Type 17 ½ lbs
Drum (loaded 4) rounds 4 lbs

Ammunition Mark VII . 303
Rapidity 600 rounds per min. Or 1 drum in 5 secs.
Trajectory 2ft. in 400 yds.
Rifling 4 leads at hand. 1 turn in 10 ‘’
Drum Rotates clockwise by motion imparted by feed arm.

Faults Wearing on cartridge guide (C.G.) spring
Tools Cartridge. 2 guide springs. Charging handle should always be carried.
Mechanism Gas pressure at approx. 19 tons. Per sq. in. Operates on piston in gas chamber.
“Piston operating rod”
“Strikerpost” Locks bolt with 1/8 of a turn

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13.07.1918: Peters neue Quartierswirtin | Peter’s New Landlady | La nouvelle logeuse de Peter

 
Transkription:
 

[S. 1]
13 VII. 18.

Meine Lieben!

Eben mit einer kräftigen
Stärkung, aus den Paketchen
No 20 und 21, fertig, muß
ich Euch noch ein klein
wenig erzählen.
Die eben genannten Paket-
chen gestern Abend erhalten
und danke Euch recht
herzlich. Auch noch ein
Kärtchen vom 6ten kam
gleichzeitig.

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09.07.1918: Eine neue Feldpostnummer für Peter | A New New Feldpost number for Peter | Peter a un nouveau code postal militaire

 
Transkription:
 

[S. 1]
9. VII. 18.

Meine Lieben!

Ausnahmsweise muß ich Euch
heute ein Briefgen mit Blei schreiben.
Durch den Umzug konnte ich meine
nicht gut mit nehmen und
hier konnte ich noch keine
kaufen. Ihr werdet wohl einige
Tage schon keine Post von mir
erhalten haben? Ich hatte Euch
aber schon Bescheid geschrieben.
Damit ich es nicht vergessen,
will ich Euch jetzt schon mitteilen,
daß unser Feldpostnummer

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02.07.1918: Peter Vater leidet an der Roten Ruhr | Peter’s Father Suffers from the Red Dysentery | Le père de Peter souffre de dysenterie rouge

 
Transkription:
 

Stotzheim den 2 Juli 1918
Lieber Sohn und Bruder Peter.
Nun sind wir schon in den Juli hinein geraten.
Diesen Morgen erhielten wir Deinen l. Brief vom 28.
Juni. Wie es scheint, hattest Du da die Namenstags
Paketchen noch nicht. Hoffentlich sind sie doch auf
den Namenstag noch angekommen.

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30.06.1918: Bernard and the Morse Code | Bernard und die Morsezeichen | Bernard et les messages en Morse

 

+ Scans of Morse message tape. These Morse message tapes were inserted by Bernard into his log book. From the Collection of the Royal Air Force Museum (X002-5429/001/003/45-46).

+ Scans von Morsenachrichten. Die hier gezeigten Streifen wurden von Bernard in sein Logbuch aufgenommen. Aus der Sammlung des Royal Air Force Museum (X002-5429/001/003/45-46).

+ Scan de bandes de messages codés en Morse. Ces bandes étaient insérées par Bernard dans son carnet de vol. De la collection du Royal Air Force Museum (X002-5429/001/003/45-46).

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26.06.1918: Lettres de condoléances au père de Jean | Letters of Condolence to the Father of Jean | Kondolenzbriefe an den Vater von Jean

Transcription:
[Lettre 1]
12 mai 1918                                                                                                                                                                                              Du front

Monsieur,

J’ai eu la douleur d’apprendre par les journaux la perte cruelle que vous venez d’éprouver par la fin glorieuse de votre fils Jean. C’est en qualité de bon camarade et de Secrétaire général du Club des Patineurs de Paris que je vous adresse l’expression émue de ma profonde sympathie me faisant en même temps l’interprète de tous nos camarades du club.
Veuillez agréer, Monsieur, l’expression de mes sentiments les plus sincères.

Pte G.N. Magnus M/3502/8
56th Divisional MT Coy
B.E.F. France

[Signature]

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20.06.1918: Peter sorgt sich um seinen Vater | Peter Concerns for His Father | Peter s’inquiète pour son père

 
Transkription:
 

20. VI. 18.

Meine Lieben!

Nachdem ich mich nochmal kräftig mit einem
saftigen „Butterbrot mit Speck“ gestärkt habe, will ich
Euch noch ein kleines Briefchen schreiben.
Mit vielem Dank erhielt ich gestern Abend Eure
lieben, beiden Briefchen. Einer von Samstag und
der andere von Sonntag, aber erst am 17ten mit
der Post abgegangen.

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16.06.1918: Peter und der französische Ochse | Peter and the French Ox | Peter et le bœuf français

 
Transkription:
 

16. VI. 18.

Meine Lieben!

Heute, am Sonntag Morgen, will ich schon
mal versuchen, Euch ein Briefchen zu schreiben:
Die hl. Messe war für heute hier ausgefallen und
deshalb will ich die Zeit schon zum Schreiben benutzen.
Gestern Abend hab ich auch Euern lieben Brief vom
13ten schon erhalten, hat ja sehr schnell gegangen und
auch das Paketchen No 17 mit Speck. Recht vielen Dank.

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02.06.1918: Die Falkensteins und ihr Speck | The Falkenstein’s and Their Bacon | Les Falkenstein et leur lard

 
Transkription:
 

[S. 1]
Stotzheim den 2 Juni 1918
Lieber Sohn und Bruder Peter.
Dein lieber Brief vom 27 Mai dankend erhalten.
Freut uns, daß Du noch gesund bist, was ich Gott sei
Dank auch von Dir schreiben kann. Schade daß die
Photografie nichts geworden ist, dann konnte der
Meister sicher nicht viel. Auch, daß das Paketchen
verdorben war, war schade, hatte das denn so lange
gegangen. Ich habe mal nach gesehen, da waren
auch noch Waffeln N.5. und N.7. mit Speck, als wenn
Du die auch noch nicht erhalten hättest. Dann
kann man ja jetzt nicht gut Waffeln mehr schicken.

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30.05.1918: Peter schießt einen Feind ab | Peter Shoots Down an Enemy | Peter abat un ennemi

 
Transkription:
 

[S. 1]
30. V. 18.

Meine Lieben!

Zu erst mal recht vielen Dank für Euern lieben
Brief vom 26 und für das hübsche Paketchen No. 11.
Der Inhalt desselben war diesmal aber noch ganz gut
erhalten. Und um dem Verderben zuvor zu kommen, habe
ich es gestern Abend und heute früh zum Kaffee schon glatt
erledigt. Auf dem Bildchen ist der Erste den wir
herunter geholt haben. Wir sind doch zu vier Mann
mit drei Maschinengewehren in unseren Maschienen.

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09.05.1918: „Bei der Fliegerei ist es […] ausgezeichnet“ – Peter und die Privilegien | „Everything is […] Excellent in the Air Corps“ – Peter and the Privileges | « Elle est belle, la vie d’un pilote » ‑ Peter et les privilèges

 
Transkription:
 

[S. 1]
9.V.18.

Lieber Bruder!

Deinen lieben Brief vom 25.IV.
vor einigen Tagen erhalten und
recht vielen Dank für denselben.
Ein Brief, den ich noch nach Deiner
Komp. geschickt hatte, kam mit dem
Vermerk: „Erkrankt, Lazarett unbekannt“
zurück. Lege ihn hier bei. Nun wird
auch schließlich derjenige, welchen
ich Dir zum Lazarett geschickt hatte,
Dich nicht mehr dort angetroffen haben.
Oder ist es doch noch der Fall gewesen?
Hast Dich also nicht lange dort aufgehalten.
Wollte Dich mal gelegentlich mit dem

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07.05.1918: Peter und die Rote Zone | Peter and the Red Zone | Peter et la zone rouge

 
Transkription:
 

[S. 1]
7.V.18.

Meine Lieben!

Recht vielen Dank für Euern
lieben Brief vom vierten, den ich
soeben erhalten habe. Wie ich mir’s
ja richtig gedacht habe, war’s wieder
ein Sonntagsbriefchen von der lieben
Mutter. Wenn’s allerdings auch schon
des Samstags geschrieben worden ist,
erfüllt es doch seinen Zweck; das kommt
sich bei mir nicht so genau. Man
freut sich immer, wenn was von
Haus kommt.
Jetzt kann man wenigstens ein
Spaziergang machen, wo alles so schön

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27.04.1918: Bernard – A Considerate Enemy? | Bernard – Ein rücksichtsvoller Gegner? | Bernard – Un ennemi qui vous veut du bien

 

+ Photo of an aluminium message buoy containing hand written message (in German). From the Collection of the Royal Air Force Museum (74/R/1282).

+ Photo d’une bouée de signalisation en aluminium contenant un message manuscrit (en allemand). De la collection du Royal Air Force Museum (74/R/1282).

+ Foto einer Aluminiumnachrichtenboje, die eine handschriftliche Mitteilung (auf Deutsch) enthält. Aus der Sammlung des Royal Air Force Museum (74/R/1282).

 

Transcription:
“Your brave comrade Flight Sub-Lieut Dalzell and his Observer fell headlong into the sea along the Belgian coast and have been rescued and are quite well”.

 For the remaining months of 2018 we do not have any of Bernard’s letters written 100 years ago. To find out more we can instead explore a First World War object from the RAF Museum’s collection – one that relates to both the German and British First World War air forces.

This is an image of a German buoy from the First World War. Remarkably, this buoy contains a message written by a German Naval Officer detailing the rescue of two British airmen. Dropping the message into Royal Naval Air Service Dunkerque, the Germans tried to lessen the worry for the British. It is believed that this refers to the loss of Sub-Lt Williamm Arthur Kirkpatric Dalzell and Sub-Lt Cutbbert Henry Dolling Smith during their Zeebragge reconnaissance on 29 July 1915. Both men subsequently became prisoners of war.

It is possible that Bernard came across a similar story during his time. Several First World War examples are known to exit where British and German airmen went to extraordinary lengths to help each other. Some warned the enemy of the time and place of future bombings. Some sent news of the dead. These scenarios seem a world away from some First World War propaganda which seeks to dehumanise the enemy. Stories like this have the ability to remind us of the humans behind the planes on the other side.

Visit the RAF Museum’s First World War in the Air exhibition to see the buoy and letter on display.

Transkription:
„Euer tapferer Kamerad Flight Sub-Lieutenant Dalzell und sein Beobachter sind an der belgischen Küste kopfüber ins Meer gestürzt, wurden jedoch gerettet und sind wohlauf.“

Für die letzten Monate des Jahres 1918 verfügen wir über keinerlei Briefe, die Bernard vor hundert Jahren geschrieben hat. Um mehr herauszufinden, können wir stattdessen einen Gegenstand aus dem Ersten Weltkrieg untersuchen, der sich in der Sammlung des RAF-Museums befindet – und der sowohl etwas mit den deutschen als auch den britischen Luftstreitkräften zu tun hat.

Es handelt sich um ein Bild einer deutschen Boje aus dem Ersten Weltkrieg. Die Boje enthält bemerkenswerterweise eine Nachricht, die ein deutscher Marineoffizier über die Bergung von zwei britischen Fliegern verfasst hat. Mit dieser Mitteilung an den Royal Naval Air Service in Dünkirchen versuchten die Deutschen, die Befürchtungen auf britischer Seite zu verringern. Sie bezieht sich vermutlich auf den Absturz von Sub-Lieutenant William Arthur Kirkpatric Dalzell und Sub-Lieutenant Cutbert Henry Dolling Smith, die sich am 29. Juli 1915 auf einem Aufklärungsflug über Zee­brugge befanden. Beide Männer gerieten anschließend in Kriegsgefangenschaft.

Möglicherweise widerfuhr Bernard seinerzeit ein ähnliches Schicksal. Es sind mehrere Beispiele aus dem Ersten Weltkrieg bekannt, nach denen britische und deutsche Flieger sehr darum bemüht waren, sich gegenseitig zu helfen. Einige teilten dem Gegner den Zeitpunkt und den Ort künftiger Bombenangriffe mit. Einige versandten Nachrichten über Gefallene. Diese Szenarien scheinen Welten entfernt von der Propaganda des Ersten Weltkriegs zu sein, die darauf ausgerichtet war, dem Gegner jede Menschlichkeit abzusprechen. Begebenheiten wie diese können uns bewusst machen, dass es Menschen waren, die hinter dem Steuer der Flugzeuge auf der anderen Seite saßen.

Besuchen Sie die Ausstellung „Luftkämpfe im Ersten Weltkrieg“ im RAF-Museum. Dort sind die Boje und der Brief ausgestellt.

Transcription:
“ Votre courageux camarade le Sous-Lieutenant d’aviation Dalzell et son Observateur sont tombés la tête en premier dans la mer le long de la côte belge, ont été secourus et se portent plutôt bien ”.

Pour les derniers mois de 2018, nous n’avons pas de lettres de Bernard écrites il y a cent ans. Afin d’en savoir plus, nous allons, à la place, étudier un objet de la Première Guerre mondiale tiré des collections du musée de la RAF – un objet qui concerne l’armée de l’air allemande et l’armée de l’air britannique durant la Première Guerre.

Voici l’image d’une bouée allemande datant de la Première Guerre mondiale. Fait incroyable, cette bouée contient un message écrit par un Officier de la marine allemande détaillant le secours porté à deux pilotes britanniques. Les Allemands ont remis le message au Service de l’Air de la Marine royale à Dunkerque pour essayer d’atténuer les inquiétudes des Britanniques. Il est admis que ce fait concerne la perte du Sous-Lieutenant William Arthur Kirkpatrick Dalzell et du Sous-Lieutenant Cuthbert Henry Dolling Smith pendant leur reconnaissance au-dessus de Zeebrugge le 29 juillet 1915. Les deux hommes furent ensuite fait prisonniers de guerre.

Il est possible que Bernard ait rencontré une histoire similaire durant son service. Ont été dévoilés plusieurs récits de la Première Guerre mondiale dans lesquels pilotes britanniques et pilotes allemands ont accompli des efforts extraordinaires pour s’entraider. Certains avertissaient l’ennemi de l’heure et du lieu de futurs bombardements. D’autres envoyaient des nouvelles des morts. Ces scénarios semblent à mille lieues d’une certaine propagande de la Première Guerre mondiale qui cherche à montrer un ennemi inhumain. De telles histoires permettent de nous rappeler qu’il y a, en face de nous, à bord des avions, des hommes.

Venez visiter l’exposition sur la Première Guerre mondiale aérienne au Musée de la RAF pour voir la bouée et la lettre.

 

Peter Falkenstein

Peter Falkenstein

Der Sohn eines Müllers und Landwirts aus dem Eifeldorf Stotzheim in der Nähe von Euskirchen erlebte zunächst den Stellungskrieg an der Westfront. Ab 1916 diente er als Lazarettschreiber in der Etappe, bevor er sich 1917 freiwillig zum Dienst in der Fliegertruppe meldete und eine Ausbildung zum Piloten absolvierte. Als Führer eines »G-Flugzeugs« (Großflugzeug, Bomber) unternahm er im letzten Kriegsjahr nächtliche Einsätze über dem Hinterland der französischen Stellungen bis nach Paris.

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Peter Falkenstein

 

22.04.1918: Peter ist angriffslustig | Peter Is Spoiling For an Attack | Le goût de Peter de l‘offensive

Transkription:
22.IV.18.

Meine Lieben!
Euer liebes Kärtchen vom 19. ten gestern
Abend schon erhalten und danke Euch recht herzlich.
Danke Euch auch vielmals für die Anweisung
beim Verhalten gegen feindliche Flieger.

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17.04.1918: Jean informe son père de sa promotion | Jean Tells His Father about His Promotion | Jean informiert seinen Vater über seine Beförderung

 
Transcription:
 

[P. 1]
17 avril 1918

Mon cher Papa

j’ai le plaisir de vous annoncer que j’ai été nommé il y a quelques jours au commandement de la 57 après limogeage du Capitaine pour insuffisance. C’est une

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13.04.1918: Peters Luftangriffe | Peter’s Air Raids | Attaques aériennes de Peter

 
Transkription:
 

[S. 1]
13.IV.18.

Lieber Bruder Johann!

Es ist schon sehr lange her, daß ich Dir von hier aus
ein Briefgen geschrieben habe, aber noch garnicht’s von
Dir gehört habe. Wie nun der ganze Betrieb bei so einer
Schlacht zugeht, weiß ich ja noch genügend von mir aus,
als ich noch bei der Infanterie war.

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06.04.1918: Peters Bruder Johann schreibt keine Briefe mehr | Peter’s Brother Johann Doesn’t Write Anymore | Le frère de Peter n’écrit plus de lettres

 
Transkription:
 

[S. 1]
6.IV.18.

Meine Lieben!

Gestern Abend Euren lieben Brief vom 2.ten und
heute den schon vom 4.ten April erhalten und danke
Euch recht herzlich. Also machen sie die Briefe schon auf
und glauben noch darin Geheimnisse zu entdecken.
Damit werden sie aber nicht viel Schwein haben.

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30.03.1918: Peter beschreibt sein Flugzeug | Peter Describes his Aircraft | Peter décrit son avion

 
Transkription:
 

[S. 1]
30.III.18.

Meine Lieben!

Eigentlich ist es ja ein bischen viel, wenn jeder
alle Tage schreiben würde; dann würde sich die Feldpost
kaum durchfinden. Aber eine Ausnahme kann ich schon
mal machen.

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20.03.1918: Jean – Une perte douloureuse | Jean – A Painful Loss | Jean – Ein schmerzlicher Verlust

 
Transcription:
 

[P. 1]
20 mars 1918

Mon cher Papa

Je suis heureux de savoir que vous vous plaisez dans votre nouvel hermitage de Lancerre
Pensez vous toujours à l’abbaye de Saint Michel ?
Il a fait ici une très belle période de beau temps : au cours

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17.03.1918: Peters Mutter – Mitgefühl mit den Opfern der Luftangriffe | Peters Mother – Sympathy with the Casualties | La mère de Peter s’emeut pour les victimes

 
Transkription:
 

[S. 1]
Stotzheim den 17 März 1918
Lieber Sohn und Bruder Peter!
Dein lieber Brief, vom 11 ten am Freitag, den
15 ten dankend erhalten. Wir waren aber erstaunt
über den Inhalt desselben. Als ich das in der Zeitung
laß, da sagte ich aber gleich, dann ist unser Peter
auch dabei gewesen, und siehste so wird es auch
sein. Ja die armen Leute, thut mir aber leid, so
unschuldig dran müssen, und dann denkt man
auch wieder, unsere armen müssen auch un-
schuldig dran, wie auch jetzt in Coblenz, da
muß es auch aussehen, das kommt nicht all
in die Zeitung. Dann bist Du aber tüchtig geworden
wer hätte so was jemals gedacht. Nun mit Gott vor.

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12.03.1918: Peter im März 1918 – „Sonst hier im Westen nichts Neues!“ | Peter in March 1918 – „Other than that, all Quiet on the Western front!“ | Peter en mars 1918 – „À l’Ouest, rien de nouveau !“

 
Transkription:
 

[S. 1]
12.III.18.

Meine Lieben!

Gestern Abend erhielt ich schon
Euern lieben Brief vom
8. März und danke Euch recht
herzlich. Gerade zuvor hatte ich
Euch auch noch ein kleines
Briefchen geschrieben und war
es mir schon ein bischen lang
geworden, ehe ich von Euch Lieben
Nachricht hatte. Heute Morgen
kam auch schon eine Karte

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05.03.1918: Bernard’s Hours in the Sky (1915-1917) | Bernards Stunden am Himmel (1915-1917) | Les Heures de Bernard dans le Ciel (1915-1917)

 
Transcription:
 

[P. 1]
Chart of Hours Flown weekly

 
[P. 2]
Chart of hours flown weekly

 
[P. 3]
Chart of Hours flown weekly

 
[P. 4]
Chart of hours

 
[P.5]
Table of hours

 

We have no letters from Bernard on this day 100 years ago. Instead, we are going back again to look at his documents – this time, his log of flights.

Bernard recorded the details of his every flight in a log. This would have acted as evidence towards his Flying Certificate administered by Royal Aero Club in 1916. In order to pass, Bernard would have tried to fly as often as possible in order to build up his ‘hours’. Through Bernard’s charts, we can see that the time he spent in the air is not extensive. This is because severe flying constraints existed – one being the aircraft itself. Bernard worked with BE.2s during his time with No. 2 Squadron (specifically the BE.2c) and with the BE.2e when in No. 8 Squadron (1917).

These planes were limited to flying no more than 3-4 hours at once.  The time of day and weather were also important constraints. Pilots tried to view the ground as a vast map, using obvious ground identifiers such as train tracks for navigation. Paired with compasses, charts, and flying aids, a pilot could typically navigate well enough in clear daylight. In bad weather or at night however, navigation could be perilous. The inability to see the ground and navigational aids was complicated further when the things that could be seen turned unreliable; aircraft magnetism could interfere with compass readings for instance.

Additionally, Bernard would not have been exempt from the elements. In crudely shielded First World War aircraft, flying at height could equate to low temperatures. This could be problematic for pilots who needed to maintain effective on the spot thinking. Early pilots layered their clothing to protect them from these bitter temperatures, and in 1916 the development of the Sidcot suit helped pilots greatly in defeating the cold. With these factors in mind, Bernard was restricted to a few hours flying time a day.

 

Da uns keine Briefe vorliegen, die Bernard heute vor 100 Jahren geschrieben hat, schauen wir in diesem Monat noch einmal in seine Unterlagen, und zwar in sein Fluglogbuch.

Zu jedem seiner Flüge machte Bernard Aufzeichnungen in einem Logbuch. Dieses diente als Nachweis für seine Fluglizenz, die 1916 durch den Royal Aero Club abgenommen wurde. Um diese zu erhalten, versuchte Bernard, so oft wie möglich zu fliegen und so Flugstunden anzusammeln. Bernards Aufzeichnungen zeigen uns, dass er nicht viel Zeit in der Luft verbracht hat. Dies ist darin begründet, dass das Fliegen in starkem Maße eingeschränkt war – unter anderem durch das Flugzeug selbst. Während seiner Dienstzeit bei der Staffel No. 2 Squadron war Bernard mit der BE.2 geflogen (genauer mit der BE.2c) und bei der Staffel No. 8 Squadron (im Jahr 1917) mit der BE.2e.

Diese Flugzeuge konnten nicht mehr als 3 bis 4 Stunden am Stück fliegen. Die Tageszeit und die Wetterbedingungen waren ebenfalls wichtige Faktoren, die das Fliegen beeinträchtigten. Die Piloten versuchten, die Erde wie eine große Landkarte zu lesen und verwendeten eindeutige Geländemarkierungen wie zum Beispiel Bahnschienen für die Navigation. Dadurch und durch den zusätzlichen Einsatz von Kompass, Karten und anderen Hilfsmitteln konnte ein Pilot am helllichten Tage normalerweise ausreichend gut navigieren. Bei schlechtem Wetter oder in der Nacht konnte das Navigieren jedoch äußerst riskant sein. Abgesehen von der Tatsache, dass man weder die Erde noch die Navigationshilfen sehen konnte, wurde die Situation noch komplizierter, wenn man sich auf die Dinge, die man sehen konnte, auf einmal nicht mehr verlassen konnte. So konnte beispielsweise die Kompassanzeige durch das Magnetfeld des Flugzeugs gestört werden.

Darüber hinaus war Bernard den Elementen ausgesetzt. In den nur notdürftig geschützten Flugzeugen des Ersten Weltkrieges konnte es beim Fliegen in großen Höhen sehr kalt werden. Dies konnte für Piloten problematisch werden, die in der Lage sein mussten, in kürzester Zeit Entscheidungen zu treffen. Die ersten Piloten trugen mehrere Kleidungsschichten übereinander, um sich vor der Kälte zu schützen. Die Entwicklung des Fliegeranzuges Sidcot Suit im Jahr 1916 hatte einen wesentlichen Anteil daran, die Piloten vor Unterkühlung zu bewahren. In Anbetracht all dieser Faktoren musste sich Bernard auf einige wenige Flugstunden pro Tag beschränken.

 
Transkription:
 

[S. 1]

 
[S. 2]

 
[S. 3]

 
[S. 4]

 
[S. 5]

 

 Nous n’avons plus de lettres de Bernard d’il y a 100 ans maintenant; dès lors pour le post de ce mois, nous allons lire ses papiers de l’époque. Ce mois-ci, son carnet de vol.

Bernard a noté les détails de chacun de ses vols dans un carnet. Celui-là servirait pour obtenir en 1916 le brevet de pilote attribué par le Royal Aero-Club. Afin de réussir, Bernard devait voler le plus souvent possible de façon à accumuler ses “heures”. A travers les graphiques de Bernard, nous pouvons constater que le temps passé en vol n’est pas considérable. La raison provient de sérieuses contraintes de vol – l’avion étant lui-même une contrainte. Bernard a travaillé sur des BE.2 pendant son stage dans le 2eme escadron (plus précisément le BE.2c) et sur le BE.2e alors qu’il servait dans le 8eme Squadron (en 1917).

Ces avions ne pouvaient pas voler plus de 3 ou 4 heures à chaque fois. Le moment de la journée ainsi que la météo étaient aussi contraignants. Les pilotes essayaient de regarder le sol comme une grande carte, utilisant des repères caractéristiques telles que les voies ferrées. A l’aide d’une boussole, de tableaux et de supports de navigation, un pilote pouvait généralement suffisamment très bien voler à la lumière du jour.
En revanche, par mauvais temps ou même la nuit, la navigation pouvait être dangereuse. La difficulté à discerner le sol ainsi que des outils de navigation rendus moins efficaces quand les éléments survenaient; par exemple, le champ magnétique de l’avion pouvait dérégler la boussole.

Bernard dépendait également des conditions météorologiques. Les fuselages sommaires des avions de la Première guerre mondiale signifiaient de basses températures en altitude. Cela était très gênant car les pilotes devaient se concentrer sur l’observation. Pour se protéger des températures cinglantes, les premiers pilotes portaient plusieurs couches de vêtements et, en 1916, le développement de la combinaison Sidcot leur permit de résister au froid. Compte tenu de ces nombreux paramètres, Bernard ne pouvait voler que quelques heures par jour.

 
Transcription:
[P. 1]

 
[P. 2]

 
[P. 3]

 
[P. 4]

 
[P. 5]

 

Peter Falkenstein

Peter Falkenstein

Der Sohn eines Müllers und Landwirts aus dem Eifeldorf Stotzheim in der Nähe von Euskirchen erlebte zunächst den Stellungskrieg an der Westfront. Ab 1916 diente er als Lazarettschreiber in der Etappe, bevor er sich 1917 freiwillig zum Dienst in der Fliegertruppe meldete und eine Ausbildung zum Piloten absolvierte. Als Führer eines »G-Flugzeugs« (Großflugzeug, Bomber) unternahm er im letzten Kriegsjahr nächtliche Einsätze über dem Hinterland der französischen Stellungen bis nach Paris.

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Peter Falkenstein

 

24.02.1918: Bernard’s Duties (1915-1916) | Bernards Dienste (1915-1916) | Bernards Fonctions (1915-1916)

Transcription:
[P. 1]
– Log of Flights –

No. 2 Sqdn.                                    1915-1916

Sept 18 11.0 A.M. – 2.30 hrs. – Total 2.30
Took air for first time with Carthew in
all the stiffness of new leather coat. Most
bewildering experience at first. Soon got
accustomed to regarding country as one
vast map. Picked up main features.
Splendidly clear day. Called up a battery
and shelled some “Archie” guns in houses
on outskirts of LENS. Saw three houses
wrecked. Then registered a 9’’. How on the
station much to the detriment of latter.
Coming down from 8,000 felt very deaf.

Sept. 19th 10.40. – 3’.20’’ hrs.  Total 5.50
Beautifully bright morning. Went up
with Carthew on trench registration.
Got some excellent shooting in. Hun
“archie” very busy, Had my first
taste. Counted fifteen shrapnel
holes in our planes.

Sept 20th 4.5.p.m. to 6.10 p.m. Total 7.55
Clean sky. Went on test reconnaissance
to Dunkerque with Medlicott. Had

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15.02.1918: Jean en correspondance avec un ingénieur aéronautique | Jeans Briefwechsel mit einem Luftfahrtingenieur | Jean’s correspondence with an Aeronautical Engineer

 
Transcription:
 

[P. 1]
R.SAULNIER
82, Rue Charles Laffitte,                                                                                                        Paris, le 25 janvier 1918

Neuilly s/Seine.
Monsieur le Lieutenant CHAPUT
Escadrille N57
G.C. 11
Secteur Postal 57.

Mon cher Ami,
Je vous remercie de votre aimable mot du 22 Janvier et suivant votre désir je vous fais envoyer quelques livres dont la liste est ci-jointe.
Je vous serre cordialement la main.

[Signature]

1° Les 10 premiers parasols seront réceptionnés demain Samedi.
2° Veuillez m’envoyer toutes vos notes sur le combat
3° Ne regrettez pas de travailler pour les autres.
4° Un individu qui a de « l’arrivisme » ne peut être considéré comme négligeable. Il peut être ridicule ou répugnant mais il compte
5° Votre classement est juste, il faut d’abord savoir garder le contact avec la réalité (bon sens), ensuite être documenté (science) et en troisième lieu il peut être utile d’avoir de l’expérience

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06.02.1918: Peter kehrt an die Westfront zurück | Peter Returns to the Western Front | Peter retourne au front de l’Ouest

 
Transkription:
 

[S. 1]
6.II.18.

Meine Lieben!

Eigentlich leben wir hier so
in recht friedlichen Verhältnissen,
bedeutend schöner als in Deutsch-
land. Man wird doch schon
mehr als Herr behandelt und
nicht als Soldat.
Wir haben jetzt hier das herrlichste
Frühlingswetter und kann
dabei wunderschön spazieren
gehen; ganz anders als man

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04.02.1918: Peters letzter Überlandflug | Peter’s Last Cross-Country Flight | Le dernier vol en campagne de Peter

 
Transkription:
 

Jüterbog, d. 4.II.18.

Meine Lieben!

Bin gestern Nachmittag wieder von
einem großen Überlandflug zurückgekehrt und
zwar ging derselbe von hier über Halle – Leipzig –
Eilenburg – Torgau und wieder nach Juterbog zurück.

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01.02.1918: Peter sorgt sich um die Zivilbevölkerung | Peter Worries about Civilians | Peter s’inquiète pour la population civile

 
Transkription:
 

[S. 1]
Jüterbog, d. 1.II.18.

Meine Lieben!

Da mir die Tinte ausgegangen ist, will
ich heute Euch ein Briefchen mit Bleistift schreiben.
Vorerst recht vielen Dank für Eure lieben Briefe
vom 27. u. 30. Januar. Die ganze Woche hindurch
haben wir hier ziemlich starken Nebel, sodaß noch
kein Fliegen statt finden konnte. Sieht auch
noch garnicht aus, sich bessern zu wollen.
Ist bei Euch denn auch so?

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21.01.1918: Une requête de Jean à son père | Jean’s Request to His Father | Jeans Bitte an seinen Vater

 
Transcription:
 

[P. 1]
21 janvier 1918

Mon cher Papa,

Il y a fort longtemps je crois que je ne vous ai écrit. Il y avait deux raisons à cela ; la première : que je n’avais pas de papier à lettre. La seconde : que j’ai beaucoup travaillé ces temps-ci. J’ai entrepris en effet de faire un cours sur l’aviation de combat aux pilotes de mon escadrille et je leur fais une série de conférences. J’ai eu d’ailleurs

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20.01.1918: Peter hofft auf besseres Wetter | Peter Hopes for Better Weather | Peter espère que le temps va s’améliorer

 
Transkription:
 

[S. 1]
Jüterbog, den 20.I.18.

Meine Lieben!

Freitag Abend erhielt ich Euren lieben
Brief vom 15.ten und danke Euch vielmals.
Wußte damals aber noch nicht so viel, um
ein vernünftigen Brief zu schreiben und dachte,
willst mal ein bischen warten, vielleicht kommt
noch mehr an, dann geht das in einem.

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14.01.1918: Bernard’s War Dates (04.08.1914 – 25.04.1918) | Journal de Guerre de Bernard (04.08.1914 – 25.04.1918) | Bernards Kriegstagebuch (04.08.1914 – 25.04.1918)

 
Transcription:
 

[P. 1]

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– War Dates Diary –
War declared Aug 4: 1914
Left. Coventry with section of 30 ft. Daimler lorries. ‘’ 6 ‘’
Enlisted. at Avonmouth as M.T. driver. ‘’ 8 ‘’
Embarked          ‘’                 on ‘’ 15 ‘’
Landed Rouen ‘’ 18 ‘’
First under shell Fire ‘’ 26 ‘’
  ‘’       ‘’       Rifle   ‘’ Sept 1st ‘’
Started advancing from Marne ‘’ 6 ‘’
Took over motor cycle ‘’ 13 ‘’
Promoted Corporal i/c D.R.s ‘’ 29 ‘’
Left Aisne for North Oct 8th ‘’
Eddy’s smash Nov 3rd: ‘’
Went up to Ypres May 16th. 1915
Left Ypres for Albert July 23rd ‘’
Gazetted 2nd Lieutenant. Gen. List. Aug 27th ‘’
Left 4th Division Sept 5th ‘’

08.01.1918: Lettre de Jean à sa tante | Jean’s Letter to His Aunt | Brief von Jean an seine Tante

 
Transcription:
 

[P. 1]
Escadrille N57.                                                                                                                                               8 janvier 1917

G.C. 11 S.G.27

Ma bonne Tante.

Tu me rappelle dans ta gentille lettre que tu es ma marraine ; aussi c’est à la Tante et à la fois à la Marraine que je viens faire appel. Je suis persuadé que dans la passe difficile où je me trouve en ce moment ; tu ne me refuseras pas un petit coup d’épaule. Il m’est arrivé ces jours

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25.12.1917: Peter möchte seine Familie mit dem Flugzeug besuchen | Peter Wants to Visit His Family by Plane | Peter voudrait rendre visite à la famille en avion

 
Transkription:
 

[S. 1]
Jüterbog, den 25.XII.17.

Meine Lieben!

Das nennt man nun Weihnachten! Ist man
in Deutschland und muß auf solchem Tag noch Dienst
machen. Heute Morgen bin ich noch feste geflogen und
heute Nachmittag soll auch noch Flugdienst sein; aber es fing
wieder stark an zu schneien, da gab es nicht’s.
Ich hatte mir stark vorgenommen, zu Euch zu kommen.
Leider kam man wegen dem schlechten Wetter nicht durch.
Auf alle Fälle aber wird’s noch mal probiert, und wenn
sie mich nachher acht Tage lang einsperren. Könnt also
mal auf mich rechnen. Wenn ich ankomme, komme
ich in runden Kreisen (Spiralen) bis dicht über Stotzheim
und werfe Euch dann ein schwarz, weiß, rotes Winkel mit
einem Brief herunter. Dann könnt Ihr schon alles zurecht
machen. Ein Beobachter kommt auch mit. In niedriger Höhe
flieg ich dann weiter und such mir ein Landungsfeld aus.
Kann noch nicht sagen wo, denn das richtet sich nach dem
Winde. Auf alle Fälle werdet Ihr mich schon hören; denn das
gibt ein Mordsspektakel, wenn ich so tief bin.

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18.12.1917: Jean – La vie en escadrille | Jean – Life in a Squadron | Jean – Das Leben beim Fliegergeschwader

+ Deux photos de Jean Chaput avec ses compagnons d’escadrille, 1917. De la collection du Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Two photos of Jean Chaput with his squadron comrades, 1917. From the Collection of the Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Zwei Fotos von Jean Chaput mit seinen Staffel-Kameraden, 1917. Aus der Sammlung des Musée de l’Air et de l’Espace.

 

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12.12.1917: Peter und der Papiermangel | Peter and the Paper Shortage | Peter et la pénurie de papier

 
Transkription:
 

[S. 1]
Jüterbog, d. 12.XII.17.

Meine Lieben!

Heute Mittag hatte ich Euch noch ein
Kärtchen aus Wittenberg geschrieben; war nähmlich
seit Montagmorgen Überland. Dachte nun
ein ganzen Haufen Post hier vorzufinden, aber leider
war gar nichts hier. Vielleicht ist Euch das Wetter was
schlecht zum Schreiben gewesen; oder gibt’s bei Euch auch
Schreibpapier nur gegen Bezugsschein. Dann könnt Ihr
nächstens ja schon die Rückseiten von meinen Bogen
benutzen. Aber nicht’s für ungut, es wird schon
wieder Post ankommen, vielleicht heute Abend noch.

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08.12.1917: Bernard Brings the War Home | Bernard gibt seine Eindrücke über den Krieg in der Heimat wieder | Bernard étend la guerre au pays

Transcription:
[P. 1]
42. T.S.
RFC
Hounslow

Monday 9.20pm

Dear old Dad.
Here I am flapping again. What a life!
I am flying a machine called D.H.6 which refuses to
do anything funny and dodders around in quite
a drunken fashion. Capital machine to learn on.
They have only just got them, and nobody
understands the RAF engine so I’ll be busy.
The C.O. is a very young major named Neale
he seems a decent sort of fellow, I will get on
with him alright. My quarters are not a patch

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28.11.1917: Peter verfolgt die russischen Revolutionswirren | Peter Watching the Revolutionary Turmoil in Russia | Peter suit les troubles révolutionnaires

+ Portrait von Peter Falkenstein in der Uniform der deutschen Luftstreitkräfte, aufgenommen an der Artilleriebeobachterschule in Jüterbog, Herbst 1917. Aus der Sammlung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow (ABAB0020).

+ Portrait of Sergeant Peter Falkenstein in the Uniform of the Imperial German Flying Corps, taken at the Artillery Reconnaissance School in Jüterbog, Autumn 1917. From the Collection of Militärhistorisches Museum der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow (ABAB0020).

+ Portrait de Peter Falkenstein dans l’unifome du Service aérien de l’Armée impériale allemande. Pris à l’école de reconnaissance d’artillerie en Jüterbog, automne 1917. De la collection du Militärhistorisches Museum der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow (ABAB0020).

 

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15.11.1917: Les avions de Jean | Jean and His Planes | Jeans Flugzeuge

+ Cinq photos d’un album de Jean Chaput. De la collection du Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Five photos from an album of Jean Chaput. From the Collection of the Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Fünf Fotos aus einem Album von Jean Chaput. Aus der Sammlung des Musée de l’Air et de l’Espace.

 

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30.10.1917: Peter fliegt einen Doppeldecker | Peter Flies a Biplane | Peter pilote un biplan

Transkription:
 

[S. 1]
Jüterbog, d. 30.X.17.

Meine Lieben!

Heute Morgen hab ich mit
meinem Doppeldecker ein
kleinen Spazierflug nach
Zeesen gemacht, und zwar schon
recht früh. Um ½ 9 war ich schon
da. Ein feines Vergnügen.
Wollte Euch noch eine Karte von
dort schicken und hab nachher nicht
mehr daran gedacht.

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29.10.1917: Bernard’s Comrade is Missing | Bernards Kamerad wird vermisst | Un camarade de Bernard a disparu

Transcription:
 

[P. 1]
Royal Flying Corps
Hounslow Heath

29/10/17

Dear Old Dad,
You will be disturbed to hear that
Johnny is missing. Maj Shields commanding
48. Squadron writes that he was last seen in
a big scrap over the lines with his formation.
The others returned but Johnny didn’t, and
nobody saw him go down. From this I think
he did not go down in flames and think
the odds are he is a prisoner possibly
wounded.   I had tea with Jack Milne at

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29.10.1917: Peter lebt sich in Jüterbog ein | Peter Is Settling in Jüterbog | Peter s’acclimate à Jüterbog

Transkription:
 

[S. 1]
Jüterbog, d. 29.X.17.

Meine Lieben!

Euch zur Beruhigung und
mir schon ein bischen zur Unter-
haltung, will ich Euch ein kleines
Briefchen schreiben.
Hab mir soeben neues Briefpapier
gekauft und will es gleich mal
probieren. Kostet allerdings sech-
zig deutsche Reichspfennig. Jetzt
im Krieg ist ja alles teurer ge-
worden, und hier muß man für
Schreibpapier schon Bezugsscheine haben.

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19.10.1917: Jean et l’entretien du matériel | Jean on Maintaining Equipment | Jean und die Instandhaltung des Materials

 
Transcription:
 

[P. 1]
Faire attention de ne jamais approcher de pétrole des cartouches. Il pénètre dans les douilles, imprègne la bande et provoque des longs feux. Le retard peut atteindre 1/20e de seconde et même davantage 1/10 car les balles viennent frapper les deux pales de l’hélice à travers laquelle tire la mitrailleuse. Même avec le moteur au ralenti

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08.10.1917: Bernard’s New Recruits | Les nouvelles recrues de Bernard | Bernards neue Rekruten

Transcription:
 

[P. 1]
Royal Flying Corps,
Hounslow Heath.

8.10.17

My dear old Dad,
Umpteen dozen returns of the
third, your birthday. I meant to have
written you for the day but Hell
I forgot to write.  Do you know I’m
darned busy they keep me going
like blazes 27 pupils to look after, and
only 7 of them able to fly themselves as

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03.10.1917: Peter an der Flieger-Beobachter-Schule | Peter at the Aerial Observer School | Peter à l’école d‘observateurs

Transkription:
 

[S. 1]
Jüterbog, d. 3.X.17.

Meine Lieben!

Ihr werdet wohl auch nicht
viel wissen; denn man
hört so wenig von Euch.
Auch heute Mittag war
für mich nicht’s bei der Post.
Weis auch nicht richtig, was
ich eigentlich schreiben soll.
Ich warte schon verschiedene
Tage auf schönes Wetter, wollte
nach Döbritz fliegen, aber es

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17.09.1917: Familie Falkenstein lädt zum Jahresgedächtnis für Peters Bruder Joseph ein | The Falkenstein Family Invites to an Annual Commemoration Ceremony for Peter’s Deceased Brother Joseph | La famille Falkenstein invite à une cérémonie d’hommage à l’occasion du premier anniversaire de la mort de Joseph, le frère de Peter

Transkription:
 

Das erste Jahrgedächtnis
für unseren auf dem Felde der Ehre gefallenen
unvergeßlichen Sohn und Bruder Joseph
findet Freitag, d. 21. ds. Mon. morgens 7 Uhr statt,
(in der Pfarrkirche zu Stotzheim statt)
wozu freundlichst einladet

Familie Joh. Falkenstein
Stotzheim, d. 17. Sept. 17

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09.09.1917: Jean dessine et innove | Jean Draws and Innovates | Jean entwirft und führt Neuerungen ein

+ Six dessins technique de Jean Chaput, 1917. De la collection du Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Six technical drawings of Jean Chaput, 1917. From the Collection of the Musée de l’Air et de l’Espace.

+ Sechs technische Zeichnungen von Jean Chaput, 1917. Aus der Sammlung des Musée de l’Air et de l’Espace.

 

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02.09.1917: Peter vor der zweiten Prüfung | Peter is Waiting for the Second Test | Peter attend son deuxième examen

Transkription:
 

[S. 1]
Köslin, d. 2.9.17.

Meine Lieben!

Ihr werdet erstaunt sein,
noch Nachricht von mir aus
Köslin zu erhalten.
Vorigen Sonntag hatte ich noch-
mal probiert zu fliegen und
ging bald noch besser, als vor dem
Urlaub. War wirklich froh, nochmal
in der Kiste zu sitzen. Diese Woche
war es hier beständig schlechtes
Wetter und konnte ich nur kleine

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30.08.1917: Jean en second rôle | Jean As a Supporting Character | Jean in einer Nebenrolle

+ Article “Deux combats de Chaput et de Poulain” de la revue francaise La Guerre Aérienne illustrée, 30.08.1917. Source: BDIC (Bibliothèque de documentation internationale contemporaine).

+ Article “Two combats of Chaput and Poulain” of the French magazine La Guerre Aérienne illustrée, 30.08.1917, Source: BDIC (Bibliothèque de documentation internationale contemporaine).

+ Artikel “Zwei Luftkämpfe von Chaput und Poulain” der französischen Zeitschrift La Guerre aérienne illustrée vom 30.08.1917. Quelle: BDIC (Bibliothèque de documentation internationale contemporaine).

 

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24.08.1917: Peters Flugzeuge | Peter’s Aircraft | Les avions de Peter

+ Oben: Deutsches Bombenflugzeug vom Typ Friedrichhafen G.III. Quelle: San Diego Air and Space Museum Archive (Catalog #: 01_00080615). Unten: Am 06.03.1918 abgestürztes deutsches Bombenflugzeug vom Typ Friedrichshafen G.III. Aus der Sammlung des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow (ABAB7573).

+ Up: German bomber of type Friedrichhafen G.III. Source: San Diego Air and Space Museum Archive (Catalog #: 01_00080615). Bottom: German bomber of type Friedrichshafen G.III; crashed during landing, 06.03.1918. From the Collection of Militärhistorisches Museum der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow (ABAB7573).

+ Haut: Bombardier allemand de type Friedrichshafen G.III. Source: San Diego Air and Space Museum Archive (Catalog #: 01_00080615). Bas: Bombardier allemand de type Friedrichshafen G.III; écrasé pendant l’atterrissage, 06.03.1918. De la collection du Militärhistorisches Museum der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow (ABAB7573).

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07.08.1917: Bernard’s Night Antics | Les pitreries nocturnes de Bernard | Bernards Eskapaden bei Nacht

Transcription:

 
[P. 1]
The Raiders Retreat

7.8.17

Dear Old Dad,

Soft time be damned!  Just got your
Letter of 30th, do you know what we are
doing? Night raiding my boy, night raiding.
First you find your objective then you bomb
it Singing to the tune of “A perfect Day” the while:-

“As we draw near the end of a perfect raid”
“I sit in my quirk all alone.”

I will leave the verse unfinished as don’t know
Who may get hold of this letter!! We had a

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